Pussy Riot „Riot Days 2023“ | KREUZ.COM
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  • Pussy Riot „Riot Days 2023“

  • Dienstag, 16.05.2023 | KUZ Kreuz

Programm » Pussy Riot „Riot Days 2023“

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Genre Konzert
Tag Dienstag
Datum 16.05.2023
Ort KUZ Kreuz
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Vorverkauf 29,60 €
Abendkasse 33 €

PUSSY RIOT ist ein russisches Protestkunst-Kollektiv mit Sitz in Moskau. Gegründet im März 2011, hatte es eine variable Mitgliedschaft von etwa 11 Frauen. Die Gruppe inszenierte nicht autorisierte provokative Guerilla-Punk-Rock-Aufführungen in ungewöhnlichen öffentlichen Plätzen, die in Musikvideos gemacht und im Internet veröffentlicht wurden. Die lyrischen Themen des Kollektivs umfassten den Feminismus, die LGBT-Rechte und die Opposition gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin, den die Gruppe als Diktator betrachtete. Diese Themen umfassten auch Putins Verbindungen zur Führung der russisch-orthodoxen Kirche.

Sie gewannen vor 10 Jahren globale Berühmtheit, als fünf Mitglieder der Gruppe eine Aufführung in Moskaus Kathedrale von Christus dem Erlöser im Jahr 2012 inszenierten. Die Gruppenaktionen wurden von den orthodoxen Klerus als sakrilegiert angesehen und schließlich von kirchlichen Sicherheitsbeamten gestoppt. Die Frauen sagten, dass ihr Protest auf die Unterstützung der orthodoxen Kirchenführer für Putin während seines Wahlkampfes gerichtet war. Am März 2012 wurden drei der Gruppenmitglieder Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alyokhina und Jekaterina Samutsevich verhaftet und mit Hooliganismus belastet. Am 17. August 2012 wurden die drei Mitglieder von „Hooliganismus motiviert durch religiösen Hass“ verurteilt, und jeder wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Am 10. Oktober wurde nach einem Rechtsbehelf Samutsevich auf Bewährung befreit und ihr Urteil ausgesetzt. Die Sätze der beiden anderen Frauen wurden aufrechterhalten.

Der Prozeß und der Satz zogen vor allem im Westen große Aufmerksamkeit und Kritik an. Der Fall wurde von Menschenrechtsgruppen angenommen, darunter Amnesty International, die die Frauen als Gewissensgefangene und eine Reihe von prominenten Entertainern bezeichneten. Nachdem wir 21 Monate gedient hatten, wurden Tolokonnikova und Alyokhina am 23. Dezember 2013 freigelassen, nachdem die Staatsduma (russisches Parlament) eine Amnestie genehmigt hatte. Nach ihrer Freilassung traten Tolokonnikova und Alyokhina und einige andere Mitglieder während der Olympischen Winterspiele in Sotschi als Pussy Riot auf, wo sie mit Peitschen und Pfefferspray von Kosaken angegriffen wurden, die als Wachleute eingesetzt wurden.

 

Maria ALYOKHINA: 

„Die politische Situation wurde in Russland im Jahre 2022 immer restriktiver und es ist deshalb wichtig dem Protest des Kollektivs PUSSY RIOT, vor allem im Ausland, eine Stimme zu geben. Nationale kritische Medien sind verboten, FB und IG nun auch in Russland geschlossen, Protest nur mit dem Buch „Krieg und Frieden“ in der Hand führt zu einer vierwöchigen Gefängnisstrafe. Stalinistische Methoden haben in Russland Einzug gehalten und für viele kritische Stimmen bleibt nur noch die Flucht oder Gefängnis.  Eine Unterstützung des Protestes wird somit für uns immer dringlicher. Pussy Riot hat vor dem schon vor 10 Jahren gemahnt, was jetzt eingetroffen ist und ihr sehnlichster Wunsch ist, dass sämtliche Öl- und Gasimporte gestoppt werden, damit mit endlich nachhaltiger Druck auf Putin ausgeübt werden kann. Auf Ihrer Tournee durch Europa, die im Mai 22 startete und bis November geht spielen sie an den unterschiedlichsten Orten wie der Elbphilharmonie in Hamburg, Casa da Musica Porto oder etwa der ART Basel oder dem Theaterspektakel Zürich wie auch Festivals und Club sowie Theater.“

 

Protestsong gegen den Ukraine-Krieg

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STATEMENT
This song is our statement against the war that Putin started in Ukraine.
Since the beginning of the war, on February 24, military censorship has been introduced in Russia. It is forbidden to call a war a war, publications of materials about the war that have not been verified by the Kremlin are prohibited.
Go to hell, we’ll tell the truth!
This is the music of our anger, indignation, disagreement, a reproachful desperate cry against Putin’s bloodthirsty puppets, led by a real cannibal monster, whose place is in the infinity of fierce hellish flames on the bones of the victims of this terrible war.
The chorus is based on the words of a captured Russian conscript soldier who, in a telephone conversation with his mother, said „Mom, there are no Nazis here, don’t watch TV.“ Russian propaganda daily poisons the hearts of people with hatred. The Law on Foreign Agents is used to silence opposition activists and journalists, to stop the activities of the last independent human rights organizations.
Those who oppose Putin are imprisoned, poisoned with military poisons and killed. The tradition of political poisoning for more than 100 years, „laboratory x“ – the first laboratory of military poisons created by the NKVD. Opposition figures of anti-government movements became victims of the „experiments“. Putin and the FSB are proud of this „tradition“ and continue it: Alexander Litvinenko, Sergei Skripal, Vladimir Kara-Murza, Pyotr Verzilov, Alexei Navalny.
We are against this disgraceful war waged by Putin, and to stop this war we must unite, unite against the fascist Putin regime.
The West is still sponsoring this war by buying oil and gas from Putin. With this money he is beating us, imprisoning us, attacking us with military poison and murdering us. With this money he is waging war.
We call for:
1. An Embargo on the purchase of Russian oil and gas, on the sale of weapons and police ammunition to Russia.
2. Arrest the western bank accounts and property of Russian officials and oligarchs and introduce personal sanctions against them.
3. An international tribunal to try Vladimir Putin, employees of Russian state propaganda, army officers and everyone who is responsible for the genocide of the Ukrainian nation.
For people in Russia:
Please don’t participate in this war!
Do not take mobilization notices, do not go to the military commissariat, do not listen to propaganda!
Every action against this war is important.
Pussy Riot members in the video: Maria Alekhina, Olga Borisova, Diana Burkot and Taso Pletner.