Pulsar Trio | KREUZ.COM
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  • Pulsar Trio

  • Mittwoch, 13.03.2024 | Kulturkeller

Programm » Pulsar Trio

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Genre Konzert
Tag Mittwoch
Datum 13.03.2024
Ort Kulturkeller
Einlass 19:30 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Vorverkauf 17,50 €
Abendkasse 19 €
Bestuhlung Sitzplätze

+++  Tickets vom 15.11.2023 behalten ihre Gültigkeit +++

An „sinnliche Schwebezustände, den Rausch des freien Falls und das Dahingleiten über weite Flächen“ erinnert Deutschlandfunk Kultur die Musik des Pulsar Trios, eine auch auf das 2023 erscheinende vierte Studioalbum We Smell in Stereo äußerst gut passende Beschreibung. Sein Cover zieren Haie, denn Haie riechen nicht in Mono, ihr Geruchssinn funktioniert in Stereo.

Auf der Jagd nach dem perfekten musikalischen Moment agiert das Trio instinktiv wie ein einziger Organismus und mit einem über die Jahre entwickelten, gemeinsamen und untrüglichen Gespür für den ureigenen Klangkosmos in 7.1. Die Thüringer Allgemeine schrieb über ein Konzert: „Die Grenzen zwischen Komposition und freier Interpretation schienen ebenso fließend wie die zwischen Okzident und Orient. Der scheinbare Gegensatz der Instrumente wurde zum perfekten Zusammenspiel.“

Die außergewöhnliche und wohl einzigartige Besetzung aus Aaron Christ (Schlagzeug, Percussion, FX), Beate Wein (Klavier, Synths, FX) und Matyas Wolter (Sitar, Surbahar, FX) ermöglicht es dem Trio, beständig auf eigentlich schmalem Grat musikalisches Neuland auszuloten. Das kann in Gestalt einer komplexen, altindischen Kompositionsform namens Dhrupad daherkommen, die dem Titelsong zugrunde liegt, und in der Bearbeitung der drei ein komplett anderes Antlitz bekommt – oder der Einsatz einer Bass-Sitar namens Surbahar statt eines Kontrabasses, mehr Elektronik als zuvor und mehr direkte Entlehnungen aus dem klassischen Raga-Repertoire.

Immer ist das Resultat verspielt und virtuos, zwischen instrumentaler Ekstase, intimer Introspektion und feinfühligen Klangexperimenten, eine Fusion dreier individueller musikalischer Charaktere mit ganz unterschiedlichen Prägungen, die vom Pop mit großer Geste, über DDR-Punk und Noise, Jazz, Bach, Minimal Music bis zur klassischen Sitar-Tradition aus Indien reichen.

Aus den unterschiedlich großen und kleinen Puzzlestücken, die alle drei mit ins Studio bringen, erarbeitet das Trio gemeinsam die Stücke. Manchmal stehen nur kleine rhythmische Fetzen am Anfang, manchmal schon ausgearbeitete Arrangements, manchmal dauert der gemeinsame kreative Prozess im Studio nur kurz („Glaciers“), manchmal zieht er sich über eine lange Zeit („My Sleeping Deer“). Für das Album gab es keinen externen Produzenten. Aufgenommen, gemischt und gemastert wurde es in den Castle Studio Röhrsdorf bei Dresden von Arno Jordan und Peter Junge.

Ihre Live-Qualitäten konnten die Creole-Preisträger*innen bereits auf zahllosen Konzerten unter Beweis stellen. So gastierten sie u.a. auf den Leverkusener Jazztagen, dem Fusion Festival, in Glastonbury, Rudolstadt und dem Delhi International Jazz Festival, in der Kulturarena Jena sowie dem İzmir European Jazz Festival.

Das Trio: Beate Wein (Klavier, Synths, FX): Nach einer klassischen Ausbildung im Fach Klavier und Theorie an der HfMT Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig, studiert Beate Musik und Sport an der Universität Potsdam. Seit 1994 wirkt sie in stilistisch unterschiedlichen Bandprojekten zwischen Metal, Rock, Hip Hop, Pop, Jazz und freier Improvisation als Sängerin, Percussionistin und Pianistin mit. Musikalische Forschungsreisen führen sie u.a. nach Indien und Nepal. 2003 gründet sie zusammen mit Annett Lipske das Singer-/ Songwriterduo handinhand, mit dem sie fünf Alben produziert und durch Deutschland tourt. Sie gründet mit Matyas Wolter und Aaron Christ 2007 das Pulsar Trio, welches weltweit Gehör findet. Beate arbeitet als freischaffende Musikerin, Klinik-Clownin, Komponistin und Pädagogin.

Matyas Wolter (Sitar, Surbahar, FX): Der autodidaktische Multi-Instrumentalist und Sammler entlegener Musik experimentiert schon früh in seinem Heim-Studio mit Stilen von Punk über Blues und American primitive guitar, Musique Concrete und Noise bis hin zu Post Punk und Free Jazz. Während seines musikwissenschaftlichen Studiums an der TU Berlin beschäftigt er sich intensiv mit indischer Raga Musik. Er lernt Sitar und Surbahar-Musik unter SitarMeister Subroto Roy Chowdhury, in dessen Haus in Kalkutta er mehr als fünf Jahre lebt. 2017 setzt er sein Studium unter der Führung des berühmten Sarod-Meisters Irfan Khan fort. Matyas gastiert international auf zahlreichen namhaften Bühnen. Vier Alben mit klassischer Raga-Musik und drei mit dem Pulsar Trio entstehen. Daneben arbeitet Matyas in als Gastmusiker und komponiert Filmmusik. Er ist Mitbegründer des Berlin-Raga-Tribe (BRT), einer Initiative zur Förderung authentischer Aufführungen traditioneller Raga-Musik in und um Berlin. Sein jüngstes Archiv-Projekt „Lucknow-ShahjahanpurGharana-Archive“ restauriert historische Tonaufnahmen von alten Meistern indischer Ragamusik und macht sie einer neuen Hörerschaft zugänglich.

Aaron Christ (Schlagzeug, Percussion, FX): Aaron Christ ist Musiker und Musikpädagoge und seit 2011 freischaffender Musiker. Schon in seiner Kindheit spielt er, geprägt von seiner Musiker- und Künstlerfamilie sowie dem bekannten Festival seiner Heimatstadt in vielen kleinen Ensembles in Rudolstadt. Neben dem Pulsar Trio ist er als ausgebildeter Klinik-Clown unterwegs und spielt in Bands wie dem Potsdamer Montagsorchester, der Folkband Penrose Trio und dem Cirque BümBüm , dem Trio der bunte hund, als Duo Linkaa. Er ist außerdem als Theatermusiker tätig, zuletzt in der Fabrik Potsdam.

Das Pulsar Trio: 2007 beginnen Beate Wein und Matyas Wolter zusammen zu musizieren. Wenig später gesellt sich Aaron Christ dazu. Gemeinsam gründen sie das Pulsar Trio und produzieren ein Live-Album, vier Studio-Alben inkl. des 2023 erwarteten Albums We Smell in Stereo und spielen auf internationalen Konzertbühnen. 2014 gewinnt das Trio den renommierten Creole Global Music Award.

Pressestimmen: „Ein paar musikalische Ideen dienen dem Pulsar Trio als Gerüst für das freie Spiel der Improvisation, dem sie sich in jedem ihrer Kompositionen hingeben. So entstehen diese faszinierenden Momente, in denen die Kompositionen fast körperlich werden und wie der schnell rotierende Neutronenstern Pulsar beständig Form und Farbe ändern.“ Tagesspiegel „Ein weltgereister, grenzenfreier, musikalischer Gourmettempel, dieses Trio“ Schall „Und stets schafft das Trio ein lebendiges Ohrenkino mit vielen kleinen Kapiteln“ Jazz thing „[D]rei perfekt aufeinander abgestimmte Musiker agieren… voller Überraschungen und spontaner Improvisationen, in denen weltmusikalische und jazzige Elemente immer wieder gekonnt und aufs Neue miteinander verwoben werden“ Deutschlandfunk Kultur